Julia Lübbecke

Julia Lübbecke | With the Gloves off

Bildende Künstlerin

*1989, lebt und arbeitet in Berlín. Julia Lübbecke setzt sich seit 2015 intensiv mit feministischen Themen in Theorie und künstlerischer Praxis auseinander, was sich nicht nur an ihrem Werk selbst zeigt, sondern auch in der Wahl der Arbeitsmethoden und Präsentationsformen, die feministische Ideen verkörpern. Mit ihren Arbeiten zielt sie darauf ab, eine Praxis zu entwickeln, die sich mit kritischer Aneignung als Instrument zur Bewältigung soziohistorischer Probleme wie einseitiger Geschichtsschreibung, kultureller Unterrepräsentation und sozialer Ungerechtigkeit beschäftigt. Ihre Arbeiten wurden zuletzt im Zentrum für Aktuelle Kunst in der Zitadelle Berlin und in der Frappant Galerie in Hamburg gezeigt. Zudem ist Julia Lübbecke Preisträgerin des feministischen Kunstpreises, welcher 2019 erstmals vom IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Belgien vergeben wurde.

julialuebbecke.com

Werke in REBELDES:
Vestiges | Besetz mich! The Pleasure of Occupation

Die mehrteilige Arbeit Vestiges fragt nach den Möglichkeiten des Erinnerns und Vergessens vor dem Hintergrund vermeintlich flüchtiger Momente und vergänglicher Materialien sozialer Bewegungen. Ausgangspunkt des ersten Teils ist die eigene Sammlung fotografierter Zeitungsausschnitte, die durch die andauernde künstlerische Recherchearbeit in queer/feministischen, sogenannten „community based archives“ entstanden ist. Hierbei wird der Blick auf kleine Fragmente gelenkt, in denen sich zwischenmenschliche Gesten offenbaren.

Besetz mich! – The Pleasure of Occupation dreht sich um die Ambivalenz des Besetzens und Ausgesetztseins im öffentlichen Raum. Was bedeutet es, wenn Körper sich in den öffentlichen Raum begeben? Welche Körper finden wir dort vor, abseits der menschlichen? Wer zeigt sich auf welche Arten?

Julia Lübbecke erhielt das Kulturaustauschstipendium des Landes Berlin Global, um zwei Monate in Santiago de Chile zu verbringen und zu arbeiten.